Rumba ist eine Familie beliebter Tänze und ein Musikgenre kubanischen Ursprungs.
Das Wort Rumba bedeutet so viel wie „Party“, und der kubanische Rumba ist ein unverwechselbares Merkmal der kubanischen Nation. Es ist der ultimative Ballztanz, der die Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer Energie, Bewusstsein und Ausdruckskraft verleiht.
Es gibt drei Hauptrichtungen/Stile von Rumba, die Yambú, Guaguancó und Columbia genannt werden, entstanden aus dem Wunsch der befreiten Sklaven zu feiern. Für viele Kubaner ist Rumba eine Lebensweise.
Unabhängig von der Art vom getanzten Rumba sind die grundlegenden Merkmale die tiefe muskuläre Entspannung und die federnde und kadenzierte Bewegung.
Die kubanische Rumba mit ihren Rhythmen und Bewegungen ist die Mutter der Salsa. Wer sich intensiver mit der Rumba beschäftigt, gewinnt daher an Ausdruckskraft und Eleganz
Rumba Yambú
Rumba Yambú ist der Stil, bei dem junge Leute die Bewegungen der Alten nachahmen. Die Schritte sind federnd und rhythmisch, und die Musik enthält einen einleitenden Abschnitt namens Alaleo oder Diana, in dem der Sänger unsinnige Laute und Silben von sich gibt, die das Klagen eines Sklaven darstellen und daran erinnern. In der Rumba Yambú wird die Son-Clave verwendet.
Rumba Guaguancó
Rumba Guaguancó ist energiegeladen und etwas erotisch. Verspielt versucht der Mann, die Frau durch eine charakteristische Geste, den sogenannten Vacunao, „zu erobern“. Der einleitende Abschnitt der Musik enthält eine Erzählung des Sängers, während der die Tänzer dem Sänger zuhören und, ihre Schritte an Ort und Stelle markierend, respektvoll auf den Moment warten, um mit dem Tanzen zu beginnen. Im Guaguancó spielt die Rumba-Clave eine zentrale Rolle, da sich die Tänzer bei ihren Improvisationen und Versuchen, den Vacunao auszuführen, am Rhythmus der Clave orientieren.
Rumba Columbia
Rumba Columbia hat ihren Namen von einem Stadtteil in Havanna und wurzelt in der Abakuá-Religion, die von Gruppen versklavter Menschen praktiziert wurde. Ursprünglich (aber heute nicht mehr) wurde sie ausschließlich von Männern getanzt. Dieser Tanz besteht aus einigen Grundschritten, auf deren Basis die Tänzer ständig improvisieren. Er wird häufig in Gruppen aufgeführt, die im Kreis angeordnet sind, wobei die Tänzer abwechselnd ihr Können zeigen.
Ein zentrales Merkmal ist die Präsenz des Quinto, einer der Conga-Trommeln, dessen Rhythmus der Musiker improvisiert. Das Spiel verläuft wie folgt: In der ersten Hälfte des Liedes führt der Tänzer Schritte aus, denen der Quinto-Spieler zu folgen versucht; in der zweiten Hälfte beschleunigt sich die Musik, die Rollen kehren sich um, und der Tänzer muss dem vom Quinto gespielten Rhythmus folgen.