Afro-Tänze sind Tänze afrikanischen Ursprungs, die während der Zeit des Sklavenhandels nach Kuba importiert wurden. Sie haben religiöse Ursprünge, wurden dann aber Teil der Kultur und wurden uns in Form von Volkstänzen überliefert.
Die am weitesten verbreiteten Afro-Tänze sind die Yoruba-Tänze, für die oft das Wort Afro als Synonym verwendet wird. Die Tänze der Yoruba beziehen sich auf die Santeria, d. h. auf die Gottheiten der Religion Regla de Ocha, die Orishas. Da die Sklaven verpflichtet waren, zum Katholizismus zu konvertieren, beteten sie zu ihren Orishas mit Liedern und Tänzen, die für die Religion repräsentativ waren, aber die Namen katholischer Heiliger verwendeten. Dieses Phänomen, das als Synkretisierung bezeichnet wird, ist von großer historischer Bedeutung. Mit dem Ende des Sklavenhandels nahmen die religiösen Riten der Yoruba-Ethnien einen folkloristischen Charakter an, ohne ihren religiösen Charakter zu verlieren.
Die Lieder und Tänze dieser Rituale stellen Lebenswege (Metaphern) dar. Sie werden vom Klang der heiligen Batà-Trommeln namens Iya, Itotele und Okonkolo begleitet. Einige der bekanntesten Orishas hier in Europa sind Eleggua, Chango, Oya, Yemaya, Oggun, Ochun, Babalu Aye und Ochosi.
Andere Tänze afrikanischen Ursprungs, die sich später in Kuba entwickelten, sind der Palo, der Ararà und der Abakua, die zwar weniger verbreitet, aber didaktisch nicht weniger wichtig sind.
Für Salsa-Tänzerinnen und -Tänzer bietet das Studium der Afro-Tänze eine große Chance, Bewegungstechniken und Interpretation direkt an der Wurzel zu entwickeln.